Das Dorf Lakka und seine Lage

Mein Steinhaus liegt auf der nördlichen Peloponnes (Insel des Pelops) in der Provinz Achaia, 35 Km von der Hafenstadt Patras entfernt und 10 km von der Kleinstadt Egion (Aigion). Es ist oberhalb des Dorfes auf ca. 500 m Höhe gelegen, von wo man einen phantastischen Blick über den Golf von Korinth hat. Die Lage bei Google Maps: http://maps.google.de/maps?ll=38.239553,21.982717&z=17&t=h&hl=de

 


Lakka (griechisch Λάκκα ( f. sg)) ist ein griechisches Dorf des Gemeindebezirks Sympolitia (übersetzt „Städtebund“ in Anlehnung an den Achaiischen Bund, zu dem in der Antike 12 Städte gehörten) der Gemeinde Egialia, der Präfektur (Nomos) Achaia in der Region Westgriechenland . Das Dorf liegt in 450 m Höhe und hat durch seine Lage einen „Logenplatz“ mit Blick auf den Golf von Korinth. Reine Luft und Klima bewirken, dass Asthma-Beschwerden stark gelindert werden. Einkaufszentrum ist die 10 km entfernte Stadt Egio.

Das Dorf liegt vor einer bis auf 957 m aufragenden Felswand, auf der sich das Nonnenkloster „Sankt Johannes Theologos“ (der Evangelist) in 840 m Höhe befindet. 1425 gegründet, wurde es 1988 völlig neu erbaut. Ein Wanderweg führt von Lakka direkt zum Kloster.


Lakka hat ein sehr reges Dorfleben mit einem Gemeinschaftshaus und einem Kafenion als Mittelpunkt. Eine Taverne befindet sich in den benachbarten Dörfern Tuba und in Mertidi. In Lakka ist das Gästehaus „Gerofotis“ in einem denkmalgeschützten Herrenhaus von 1892 eingerichtet, das 2003 renoviert wurde. Inzwischen haben einige Deutsche Häuser in Lakka erworben und teilweise renoviert.

Die Kirche, erbaut 1890 und 1954 um den Glockenturm erweitert, ist dem heiligen Athanasius geweiht. Der örtliche Feiertag ist der 2. Mai. Lakka besitzt ein Wasserwerk, das 1902 der berühmte Architekt Ernst Ziller entwarf und bauen ließ. Die Kuppel des Bauwerks wurde im Zuge einer Modernisierung abgetragen. Die alte Schule in Lakka wurde mit EU-Geldern zu einem Museumsgebäude für regionale Geschichte und altes Handwerk umgebaut. Das Gebäude steht leer.


Die Landschaft mit gelbem, lehmigem Boden wird von Olivenhainen, Mandelbäumen, Weingärten und gelegentlich Zypressen geprägt und deshalb oft mit der Toskana verglichen. Der Lehm wurde früher von den Bauern zum Hausbau verwendet. Sie leben von der Vermarktung der Oliven und des Weines. Ca. 1880 begann ein florierender Export der Korinthe (kleine schwarze Rosine), weil in Frankreich die Rosinenernten vernichtet wurden. Der Export brachte Wohlstand auf die Nordpeleponnes mit Egio als Zentrum. Während die Bauern früher Lehm zum Hausbau verwendeten, ließen sich die reichen Bauern in Lakka jetzt Steinhäuser errichten, die noch heute das Aussehen des Dorfes prägen.

Lakka wurde um 1870 verstärkt von Familien aus Achaia und Roumeli (Zentralgriechenland) besiedelt und gehört zu den sieben Dörfern der Tsetsevochoria. Nachdem es in dem großen Dorf Tsetsevo (auf 700 m Höhe nahe Ano Salmenika am östlichen Fuß des Panachaikos) zwischen 1750 und 1775 immer wieder zu Erdbewegungen mit schweren Landsenkungen und Bergrutschen kam, wurde es aufgegeben. Die Sippen zogen in die verschiedenen Winterquartiere ihrer Herden und gründeten sieben tsetsevitische Dörfer. Eines davon war Gropa, wie Lakka früher hieß. Der alte Name wird auf den damaligen ersten albanischen Siedler und Besitzer des Dorfes zurückgeführt. 1928 wurde das Dorf in Lakka umbenannt. Der Name stammt vermutlich von Lakkaki = Mulde und Lakkos = Grube - auch Tiergehege. Das Dorf wurde 1960 durch einen Erdrutsch stark in Mitleidenschaft gezogen. In den Jahren 1973/74 offerierte der Staat den Dorfbewohnern Grundstücke in dem Gebiet Meidana/Rododafnis/Panorama. Die Umsiedlung der Mehrheit der Bewohner in die neu errichtete Wohnsiedlung Meidana erfolgte in den 1980er Jahren.
(Quelle: Wikipedia)

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